01.02.2018ELER-Projekt des Monats Februar

Intelligente Technik für die Feldwirtschaft

Potsdam - Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium stellt regelmäßig ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das aus dem Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird. Das Projekt des Monats Februar zeigt, wie durch den Einsatz einer GPS-gesteuerten Pflanzenschutzspritze der Austrag optimiert wird – das dient der Umwelt und schont den Geldbeutel.

Die Agrargenossenschaft Milchquelle Stüdenitz eG baut auf rund 1.000 Hektar Ackerland Raps, Weizen, Roggen, Gerste, Futtergetreide und Mais an. Bereits seit 2004 haben Aspekte der Nachhaltigkeit und die pfluglose Bodenbearbeitung hohe Priorität. 

Um auch Pflanzenschutz- und Düngemittel so umweltschonend und gleichermaßen ökonomisch wie möglich einsetzen zu können, hat die Agrargenossenschaft mit Unterstützung des EU-Agrarfonds ELER in eine GPS-gestützte Pflanzenschutzspritze investiert. Der Clou daran: die Maschine kann teilflächenspezifisch arbeiten.

48 Düsen auf 24 Metern kommen gezielt zum Einsatz 
Die Zugmaschine ist mit einem Satelliten und einer Applikationskarte ausgestattet. Hier sind die GPS-Daten mit den jeweiligen Schlagkonturen hinterlegt. Damit die Pflanzenschutzspritze erkennt, wo sie sich befindet, wird der entsprechende Acker oder Schlag einmal an den Außenrändern umrundet. Und egal, ob es sich um eine rechteckige oder keilförmige Fläche handelt – jetzt kann die Maschine die Befahrung der Restfläche optimal berechnen. Es kommt also nicht zu Überschneidungen oder gar Doppelbefahrungen, denn die Düsen werden jeweils exakt dort abgeschaltet, wo ein doppelter Austrag stattfinden würde. 

Das gleiche gilt für den Einsatz von Dünger. Die Maschine ist ebenso für den Einsatz flüssiger Dünger geeignet und ermöglicht die bodennahe Düngung -  ebenfalls unter Einsatz der beschriebenen Abschaltfunktion.

So kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger genau berechnet und optimiert werden, was sowohl der Umwelt als auch dem Geldbeutel zugutekommt. Die Maschine verfügt zudem über eine zwangsweise Außenreinigungsfunktion, die sofort am Ende des Einsatze, noch auf der bearbeiteten Fläche die Düsen reinigt. So wird auch verhindert, dass an einem weiteren Ort Dünger oder Spritzmittelreste bei einer Reinigung in die Umgebung gelangen.

Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER wurde im Jahr 2017 die Anschaffung einer GPS-gesteuerten Pflanzenschutzspritze unterstützt. Die förderfähigen Gesamtkosten belaufen sich auf 88.495 Euro, wovon 17.699 Euro gefördert worden sind. Davon kamen aus ELER-Mitteln 13.274 Euro, weitere 1.170 Euro aus Landesmitteln. Der Förderung lag die Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für einzelbetriebliche Investitionen (EBI) in landwirtschaftliche Unternehmen zugrunde.

Zuwendungsempfänger:
Agrargenossenschaft Milchquelle Stüdenitz eG
Am Berg 1
16845 Stüdenitz-Schönermark OT Stüdenitz
Telefon:  +49 (0) 33972 402 05
E-Mail: info@milchquelle.com

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