Programmplanung

Der Programmplanungsprozess für Brandenburg und Berlin

Die ELER-Verordnung verlangt die Erarbeitung eines Programmplanungsdokumentes: Das "Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum Brandenburgs und Berlins 2014 – 2020" (EPLR). Dazu war ein umfassender Planungs-, Beteiligungs- und Umsetzungsprozess erforderlich, der in drei Stufen ablief:

  1. Die EU-Vorgaben, in Form von Verordnungen, delegierten Rechtsakten und Leitlinien liefern die Grundlagen für die weitere nationale und regionale Umsetzung.
  2. Auf der nationalen Ebene in Deutschland wurde eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen Deutschland und der Europäischen Kommission für die Umsetzung der Fonds EFRE, ESF und ELER (ESI-Fonds) unter dem Gemeinsamen Strategischen Rahmen in der Förderperiode 2014 bis 2020 erstellt. Die Partnerschaftsvereinbarung ist gleichzeitig der Bezugsrahmen für die Erarbeitung der Operationellen Programme und der Programme der Entwicklung des ländlichen Raums der Länder und des Bundes. In ihr wird die strategische Ausrichtung für Deutschland dargestellt und die Zusammenarbeit und Koordination aller ESI-Fonds und Programme beschrieben.
  3. In Brandenburg und Berlin wurde schließlich auf Grundlage dieser Vorgaben unter umfassender Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner, der Natur- und Umweltverbände, der Lokalen Aktionsgruppen, Kommunalverwaltungen, der Fachressorts der Landesregierung sowie weiteren zu beteiligenden Institutionen wichtige Voraussetzungen für die Erarbeitung des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum Brandenburgs geschaffen.

Die neue Förderarchitektur für den ELER im Land Brandenburg setzt vier Schwerpunkte und leitet sich aus der Europa-Strategie 2020 sowie der Partnerschaftsvereinbarung zwischen der EU und Deutschland ab. Dabei stehen die Ziele der sechs ELER-Prioritäten im Focus.

Förderarchitektur_2014-2020

Insgesamt 1.050 Millionen Euro ELER-Mittel werden 2014 – 2020 für die Förderung der brandenburgischen Land- und Forstwirtschaft, den Umwelt- und Naturschutz sowie die Entwicklung unserer ländlichen Gebiete bereit stehen.

In konkreten Zahlen heißt das für die nächsten sieben Jahre: 

  • rund 45 Mio. € für Bildung, Beratung, Zusammenarbeit und Innovation einschließlich EIP
  • rund 250 Mio. Euro für einzelbetriebliche landwirtschaftliche Investitionsförderung, Flurbereinigung, vorbeugenden Hochwasserschutz und Maßnahmen zur Verbesserung des Landeswasserhaushaltes
  • etwa 350 Mio. € für flächenbezogene Maßnahmen zur umweltgerechten Landbewirtschaftung mit dem Ziel der Eindämmung der Folgen des Klimawandels sowie etwa 28 Mio. € für Artenschutz- und Biotopschutzprojekte sowie Moorschutz plus etwa 60 Mio. € für die Fortwirtschaft für den nachhaltigen Waldumbau und vorbeugenden Waldbrandschutz
  • rund 280 Mio. € für ILE/LEADER und die erfolgreiche Fortsetzung einer breiten Beteiligung regionaler Akteure
  • und schließlich 38 Mio. € für Technische Hilfe

Welche neuen Maßnahmen werden 2014 – 2020 gefördert?

EIP – Die Europäische Innovationspartnerschaft
Gezielte Zusammenarbeit und Kooperation von Praktikern, Forschern und Vertretern aus Bildung und Beratung, die sich mit der Umsetzung innovativer Ideen und Vorhaben auseinandersetzen

SUW – Stadt-Umland-Wettbewerb
Kooperationen und integrierte Entwicklung von städtischen und ländlichen Regionen, umgesetzt durch die fondsübergreifende Zusammenarbeit von ELER, EFRE und ESF. Im Fokus stehen eine tragfähige Daseinsvorsorge, bedarfsgerechte Mobilität und effizienter Ressourceneinsatz.

 

Weitere Informationen im Programmplanungsdokument EPLR 2014 – 2020

Kontakt

Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
Dr. Silvia Rabold
Tel.: 0331/ 866-7701
silvia.rabold@mlul.brandenburg.de

Heike Zier
Tel.: 0331/ 866-7702
heike.zier@mlul.brandenburg.de

Martin Franke
Tel.:0331 / 866-7706
martin.franke@mlul.brandenburg.de